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Christoph Gallio tries to realize in performances a visual translation
of his sax playing.....
His performance ,Fishland‘ is an experiment in which the reflections
of "goldfishes", registered through light cells drive
a synthesizer. Gallio improvises to this sound-scapes. Here you
can see the subtile creativity of this sax player......compressed
images, full of emotion, clearness & structure.
Wolfgang Dorninger, Tapereport
Fisch und Sax.......Er holt besondere Finessen und Nuancen aus sich
und seinem Saxophon heraus: Feinheiten, Grobheiten, Ängste,
Leerläufe, Banalitäten, Lebendigkeiten, Parodien, theatralische
Spastik. Er nützt die Möglichkeiten seines Instruments
voll aus, sogar noch mehr als das. All seine Stücke haben etwas
mit Fischen zu tun. Eines spielt er zusammen mit Goldfischen. Fotozellen
nehmen ihre Schattenbewegungen auf und leiten sie zu einem Synthesizer
weiter, der sie in Töne umwandelt. Gallio spielt Rede und Antwort
mit seinen Goldfischen.......
Bieler Tagblatt
Fishland, um mal dort zu beginnen, wo‘s am eigenartigsten
tönt, wie man in dem Land sagt, aus dem dieses Duo stammt,
der Schweiz, widmen sich in vier freien Improvisationen zwischen
zwei und acht Minuten Länge dem Faszinosum Aquarium, so wenigstens
ihre Titel. In Wahrheit kommen hier ein freier Saxophonist mit sehr
viel Geschmack, der sicher viel vom freien Archie Shepp und dem
mal für kurze Zeit freien Sanders gelernt hat, der nicht zügellos
den Braxton tut, und bei aller zeitlos-unbestechlicher Totalfreiheit
irgendwo vom R‘n‘B zu kommen scheint, und ein Synthesizer-Künstler
einer ebenfalls vergessenen älteren Schule, der des noch zu
findenden Geräuschs nämlich, zusammen und entwickeln eine
kleine Kammermusik, die wir früher Künstlerscheisse genannt
hätten, und die und heute gerade in ihrer bescheiden, zeitlosen,
geschmackvollen Nicht-Intensität, die niemals in das beknackte
Hörbarmachenwollen der Stille mündet, recht gut gefällt.
Diedrich Diederichsen, SPEX
Christoph Gallio versucht, rein akustisch, also gleichsam natürlich,
die Klangmöglichkeiten des Saxophons zu erweitern; diese unkonventionellen
, aber auch konventionellen Klänge, abgepackt in kleine, statische
Motivportione, die mehr wie musikalische "Zustände"
wirken, setzt er in blitzschnellen, immer wieder variierten Kombinationen
hintereinander, eine Art Zeitpuzzle mit zum Teil erstaunlichen Wirkungen.
Christian Rentsch, Tages-Anzeiger
Gallio schafft es auf seinem Saxophon eine Art akkustisches Theater
vorzuführen. Dabei entstehen sehr geschlossen wirkende Musiknummern,
sinnvolle musikalische Abläufe. "Fishland" bietet
sehr eigenwillige, sehr konzentrierte Musik.
Martin Roeber, Westdeutsche Zeitung
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